Studienprojekt "Nahrungs- und Ernährungssicherheit in Kenia"



Am 26. August kam dann die Studentengruppe mit dem großen 62-Sitzer "University Bus" aus Karatina an und wurde natürlich von den Kindern mit Gesang begrüßt und durfte den letzten Kilometer "antanzen".

Ankunft der Studiengruppe- Bild 1


20 Studenten und 5 Dozenten der Universitäten Nairobi, Karatina und Berlin, eine globale Gruppe mit Vertreter*innen der USA, Großbritannien, Georgien, Italien, Liberia, Deutschland und natürlich Kenia.
Der "Karatina University Bus" hat die Kinder sehr beeindruckt. Solch ein Ungetüm war noch nie auf dem Hof. Praktisch, dass alle Kinder darin Platz fanden, um am 26. August Willy Schneider vom Flughafen in Kisumu abzuholen, was wiederum diesen ziemlich beeindruckte. Ziel des "forschenden Lernens" ist ein tiefgehendes Verständnis des Versorgungssystems von MALAIKA Children's Home, mit Blick auf Nahrungs- und Ernährungssicherheit, als Modell für andere Heime, und auch um uns Anregungen Inspiration zu geben. Es geht also darum, im besten Sinne, "alles z' underobsi z' bringe".

 Planung Bild 2


Dazu teilte sich die Gruppe in vier Teams auf.

Ein Team untersuchte den Bedarf der Kinder . Dazu gehört neben dem Literaturstudium die Ermittlung des "Isst-Stands": Mittels Fragen der "Experten" also Kinder und MALAIKA Management, mittels Wiegen der Essensrationen - dazu wurde die Babywaage der Krankenstation zweckentfremdet.

Babywaage der Krankenstation -Bild 3



Gemeinsames Essen mit den Kindern: Ein paar Tage Porridge zum Frühstück, Githeri (Mais und Bohnen) mittags und abends Ugali na Sukumawiki (Maisbrei mit lokalem Grünkohl) geben Sättigung, sind ausgewogen und gesund (keine Chance dem Durchfall) und schaffen die Erfahrungsgrundlage für die spätere Bewertung.

Essen- Bild 4

Eine Gruppe widmete sich der Organisation und dem Management der gesamten Einrichtung: wer hat welche Funktion, wie werden sie ausgeführt, wie werden Entscheidungen getroffen, wie ist das Zusammenspiel mit den "Donors"?
Eine Gruppe untersuchte die lokale Produktion von Nahrungsmitteln auf dem Gelände, wozu unter anderem auch Bodenproben genommen wurden.
Und eine widmete sich der "externen" Produktion von Staple food (den Grundnahrungsmitteln Mais und Bohnen) sowohl aus Sicht der Konsumenten (MALAIKA) als auch der Produzenten, also den Bauern im 70km entfernt gelegenen Kitale. Dazu gehört auch die Verbindungen zwischen beiden, der "Wertschöpfungskette" mit Transport und vertraglichen Bindungen.


Im Mittelpunkt: die Begegnung
Studierende und Lehrpersonal erleben und begreifen, indem sie im Kinderheim und später zuhause bei den Bauern wohnen, essen und mitarbeiten.
Nicht ganz einfach zu organisieren: Man stelle sich vor, eine Gruppe Afrikaner wohnt drei Tage lang bei Schwarzwälder Kleinbauern.

Studiegruppe- Bild 6



Das Forschungsprojekt war so angelegt, dass sich jeden Tag "Datenerhebungen", also Interviews und Beobachtungen, Protokolle abtippen (wissenschaftlich: transkribieren) und "Highlight"-Analysen abwechselten.
Letztere wurden dann am nächsten Morgen vorgestellt und mit dem Management bzw. den Bauern diskutiert.
Studiengruppe- Bild 8



In der Freizeit gab's Spiele mit den Kindern.
Unter anderem den Weltcup zwischen "Bavaria MALAIKA" und der globalen Elf. Nach einem Überraschungstor gab es keine Gnade mehr und "wir" Studenten verloren 9:1 (egal: we - one).

Fussball- Bild 9


Kisumu
Eine Exkursion im gut gefüllten "singenden" Bus nach Kisumu mit obligatorischer Bootfahrt und Fischessen (Omena - frittierte Sprotten).

Fischessen in Kisumu- Bild 10




Das "Abschlussfestival"
mit Gesang, Tänzen, Lyrik (Poems) und einem Theaterstück zum Thema "Hunger und Armut". Und, und, und.

Die 14 Tage mit Begegnungen der "global Players" untereinander, mit Kindern, Bauern, Mitarbeietr*innen und Nachbarn bleiben sicher für alle unvergessen. Wir werden darüber noch ausführlich im MALAIKA Boten berichten und erwarten im Dezember den ausführlichen englischsprachigen Bericht.

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