Unser Malaika Esel auf Lamu

4. Tagebucheindruck vom derzeitigen Aufenthalt

Frühmorgens ist der Esel nach Hahnenschrei, Muezzin der Dritte, der sein Morgenseufzer zu Gehöre bringt. Das ist einfach schön für die, die wieder einschlafen können. Ich gehöre dazu. Bei uns im Schwarzwald wurden die meisten Hähne geköpft wegen der Kurgäste, ebenso der Schlag der Uhren und das Geläut der Glocken reduziert.

In Lamu gehört der Esel zum Stadtbild dazu. Er transportiert die meisten Waren vom Boot in die Stadt, viel Sand zum Bau, Zement, Korallenbausteine. Er schleift die langen Mangrovenrundhoelzer und geknickte Eisenstangen hinter sich her. Auf beiden seiten beladen füllt er die engen Gassen aus und wir Passanten flüchten in die Hauseingänge bis der Transporter vorbei ist. Manch ein Reiter legt auf der Strandpromenade den Gang zum Galopp ein.

In Lamu ist der Esel der Mercedes im Strassenverkehr. Die einzigen Autos sind reserviert für den Krankentransport, Aumbulanz, Regierung und Polizei, nur eine Handvoll Fahrzeuge.

Esel Reiter






 



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