Projekte


Im Laufe der Jahre konnten wir mit Ihrer Hilfe viele Projekte in Malaika Children´s Home verwirklichen. Damit dies weiterhin möglich ist hoffen wir auch in Zukunft auf Ihre Unterstützung.

Wir möchten Ihnen einige dieser Projekte vorstellen, damit Sie nachvollziehen können, welche Bandbreite an Hilfestellung unser Verein leistet und wofür die eingesetzten Mittel ausgegeben werden.

Solar-KleinkochstelleMit den Solar-Kleinkochstellen, der Photovoltaik und dem Wassersystem wollen wir auch beispielhafte, praktikable Lösungen im Umgang mit umweltfreundlichen Energien zum Nachahmen vorstellen.

 

Baumpflanzaktionen in Malaika Children´s Home

Angeregt durch den Spruch Martin Luther´s: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, haben wir im Waisenhaus Malaika Children´s Home, Kenia, begonnen, Fruchtbäume zu pflanzen.
Vorausgegangen waren Pflanzungen in den Workcamps 2015-16, wobei es sich um 5000 Eukalyptusbäume handelt. Diese schnell wachsende Spezies eignen sich sowohl als Bauholz, zum Kochen, als auch für die Oberleitungen der Stromversorgung. Da uns im Westen Kenias fast täglich Gewitter mit Tropenregen versorgen, sind Eukalyptus, die viel Wasser konsumieren, kein Problem. Bei der neuen Pflanzung handelt es sich um veredelte Bäumchen, die von einer Baumpflanzschule stammen. Diese hat sich darauf spezialisiert und übernimmt auch die nachfolgende Betreuung.

Unsere Freunde im Vorstand der Partnerschaft 3. Welt Dornheim 1980 e.V. haben mit dem Dekanat Gross Gerau einige Aktionen in Gang gesetzt, um die Baumpflanzung von zunächst 500 Fruchtbäumen zu ermöglichen. Es sind veredelte tropische Frucht-Bäume wie Mango, Avocado, Zitrus, Orangen, Bananen, nebst den Exoten Apfelbäumchen. Am schnellsten reifen die Bananen, die Passionsfrüchte werden bereits gepflückt, ebenso die köstliche Papaya. Von allen letzt genannten konnten wir schon reichlich ernten.
Diese Aktion läuft weiter auch im Jahre 2019 Dadurch wollen wir langfristig eine bessere Versorgung unserer Kinder im Waisenhaus Malaika und unserer heimeigenen Schule erreichen. Darüber hinaus haben gute Früchte einen entsprechenden Marktwert durch Verkauf in den nahe gelegenen Städten, was der angestrebten Selbstversorgung dient.

Die Setzlinge brauchen umfassende Grabarbeiten für jede Pflanze mit Erdaustausch und insgesamt 60-70 Tonnen Mist, Einzäunung der gesamten Flächen. Dazwischen Anpflanzungen von Gemüse und Kraut. Eine 2x monatliche, fachliche Begleitung der Agrarexperten ist garantiert.
Zusammen mit den Kindern und Jugendlichen pflanzen, pflegen und hegen wir die Bäumchen, bis wir die Ernte miterleben, die uns ein schmackhaftes Erntedankfest bereitet.

   

Teeanbau

Die Kooperation für Teeanbau macht gute Fortschritte. Unsere Beihilfe zum Bau des Lagerhauses ist eine große Ermutigung.

Jeweils am 1. Sonntag im Monat trifft sich das Komitee im Gehöft von Interessenten zur öffentlichen Werbeveranstaltung mit Sammlung. Unsere Komiteemitglieder von Malaika sind auch hier leitend tätig. Es wurden inzwischen 160 neue Familien geworben, die Tee anpflanzen.

Als Verein helfen wir mit einem Zuschuss, wenn die Eigeninitiative und Vorleistung stimmt.

   

AIDS-Programm

Das AIDS-Programm ist für unsere Gruppe mit 40 – 50 infizierten Frauen und Männern fester Bestandteil. Der Verein unterstützt mit Lebensmitteln, Medizin und ärztlicher Betreuung und - wenn nötig - auch mit einem Krankenhausaufenthalt zusammen mit dem Verein Aidshilfe.

Selbsthilfegruppe HIV/Aids

Die meisten Teilnehmer unserer Selbsthilfegruppe sind Frauen, oft schon sehr schwach, so dass sie kaum noch auf dem Feld arbeiten können. Die Männer sind bereits gestorben und die Frauen tragen die ganze Bürde der Familie mit ihren heranwachsenden Kindern berichtet Peter L. (seit 2005 Berater der Selbsthilfegruppe HIV/Aids). Sein Zuhause ist zugleich eine Anlaufstelle für Hilfesuchende, die sich oft verstecken und sich nicht trauen.

 

   

Greenhouse und Milchkühe

GewächshausDie Projekte wurden mit Unterstützung von AMREF (African Medical Research Foundation – Afrikanische Stiftung für Gesundheit und Forschung), einer Nichtregierungsorganisation ins Leben gerufen. Hierbei geht es um die bessere Versorgung von Kindern.

Diese soll durch den Anbau zusätzlicher Gemüsesorten realisiert werden. Im Kinderheim ist das zunächst mit dem Anbau von Tomaten begonnen worden, wozu es einer besonderen Bodenbeschaffenheit bedarf, die im Gewächshaus gewährleistet werden soll.

Leider ging es zunächst weniger hoffnungsvoll los. Alle Tomatenpflanzen ließen ihre Köpfe hängen. Es stellte sich heraus, dass sie von einer Krankheit befallen waren, die im ganzen Westen in gleicher Weise hausierte. Jetzt wird nach fachkundiger Anweisung die Erde ausgetauscht, neu gepflanzt, um dann hoffentlich eine gute Ernte zu erzielen.

MilchküheZusätzlich wurden von AMREF zwei hochwertige Milchkühe gespendet zur eigenen Versorgung.

Im Rahmen der Programme von AMREF werden jeweils ein bis zwei Mitarbeiter vom Kinderheim einerseits zur Fortbildung eingeladen und andererseits vor Ort mit ihnen Schulungen durchgeführt.

AMREF verfolgt das Ziel, einen flächendeckenden Basisgesundheitsdienst in Ostafrika mit einheimischen Fachkräften zu ermöglichen.
   

Klinik

Malaika Health Centre heißt unsere neue Klinik, eine Tagesambulanz mit einigen stationären Betten und Entbindungsstation. Anfangs hatten wir noch Schwierigkeiten mit den Genehmigungen. Man braucht einen Medical Officer, um die Betriebsgenehmigung zu bekommen. Ebenso einen ausgebildeten Techniker für das Labor. Dazu zwei staatlich examinierte Krankenschwestern. Fachkräfte sind sehr knapp geworden im Land Kenia, in dem der Gesundheitsminister von Ärzte- und Krankenschwestermangel spricht – 5000 Ärzte und 17 000 Krankenschwestern kommen auf 41 Mio Einwohner.

Malaika Health Centre

Asuna hat die Fachkräfte vom Hochland in Kitale angeworben. Wir haben jetzt die personellen Bedingungen insgesamt erfüllt, so dass die Zentralregierung in Nairobi, das Health Ministerium, das o.k gegeben hat und die Klinik 2011 offiziell eröffnet werden konnte.

Wartebereich der KlinikNun überlegen wir, dass wir mit den Gebühren etc. im Bereich des Möglichen sind, überzeugende Arbeit liefern, so dass das Ganze gut angenommen wird. Ein kleines Nebengebäude im Eingangsbereich muss noch eingerichtet werden. Es beinhaltet eine Küche und einen Essraum, ein Mpesa Zimmer, das ist der neue Geldverkehr im Lande, der über Handytransfer abgewickelt wird.